Kriegsführung

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Der Krieg ... der Krieg ändert sich nie.

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Kapitulation

Wenn der Prozentsatz der Siegpunkte von Feinden, die ein Land besetzen, über dem nationalen Zusammenhalt des Landes liegt, kapituliert das Land.

Nationaler Zusammenhalt

Die meisten Länder haben zu Beginn einen nationalen Zusammenhalt von etwa 70 %, wobei einige auch darüber oder darunter liegen können. Der nationale Zusammenhalt kann durch einige nationale Schwerpunkte und einige Nationalgeist-Optionen modifiziert sowie durch Atombomben reduziert werden. Der Höchstwert für den nationalen Zusammenhalt liegt bei 95 %.

Bündnisse

Ein Bündnis als Ganzes kapituliert erst, wenn alle wichtigen Mitglieder kapituliert haben.

Kriegsbeteiligung

Die Kriegsbeteiligung entscheidet darüber, welchen Anteil an der Kriegsbeute ein Land erhalten sollte, wenn es zu den Siegermächten gehört. Die Kriegsbeteiligung wird primär durch das besetzte feindliche Territorium bestimmt. Aber auch Verluste und Bombardierungen sind Faktoren.

Friedenskonferenz

Die Sieger stellen reihum Forderungen.

Wenn eine Seite im Krieg besiegt ist, kapituliert sie und es beginnt eine Friedenskonferenz.

Während eines Krieges wird Ihre Beteiligung am Krieg protokolliert und mit denen der anderen Länder verglichen. Erinnern Sie sich an Mussolinis berühmtes Zitat, als er kurz davorstand, in den Krieg gegen Frankreich und Großbritannien einzutreten? "Ich brauche nur ein paar tausend Tote, damit ich an der Friedenskonferenz teilnehmen kann." Wir protokollieren neuerdings die Opferzahlen, die bei der Berechnung der Kriegsbeteiligung nun auch berücksichtigt werden. Am wichtigsten ist jedoch das tatsächliche Erobern von feindlichem Territorium.

Im Multiplayer-Modus pausiert eine Friedenskonferenz das Spiel und lässt jeden sehen, was auf der Konferenz entschieden wird – auch, wenn man selbst nicht am Krieg beteiligt war. Punkte, die den Gesamtwert der von den Verlierern zu erbeutenden Dinge widerspiegeln, werden unter den Siegermächten aufgeteilt – je nachdem, wie hoch deren Kriegsbeteiligung ausgefallen ist. Dann entscheiden die Siegermächte reihum, was mit den Verlierern geschehen soll. Wenn Sie weniger Punkte haben als die Person nach Ihnen, ist diese an der Reihe (Sie können auch passen, wenn Sie möchten). So geht es immer weiter, bis alle gepasst oder ihre Punkte vollständig ausgegeben haben. Die Verlierer haben dabei kein Mitspracherecht – es sei denn, Sie haben frühzeitig eine bedingte Kapitulation angeboten. In diesem Fall müssen sie die Konferenz ebenfalls gutheißen.

All das bedeutet, dass wir nun logische historische Entscheidungen abbilden können. Zum Beispiel gibt es einen Grund, warum die USA sich sowohl am pazifischen Krieg als auch am Krieg in Europa beteiligen und Stalin nicht erlauben wollen, den Ausgang dort alleine zu bestimmen. Die Kontrolle über Deutschland zu übernehmen und Frankreich zu befreien wird ein Rennen um Berlin und entscheidet darüber, wie Europa nach Kriegsende aufgeteilt wird. Der Spieler soll sich fühlen wie auf der Konferenz von Jalta, auf der Stalin eine sehr starke Position hatte und die anderen Staatschefs weniger zu sagen hatten.


Die Kriegsbeteiligung wirkt sich darauf aus, wie viele Forderungen Sie auf Friedenskonferenzen stellen können. Die Kosten der unterschiedlichen Optionen hängen von den vor der Friedenskonferenz gewählten Kriegszielen ab. Jeder mit gerechtfertigten Gründen erhält diese Dinge also billiger. Für andere wird es teurer, diese Dinge zu wählen. Hinweis: Die Reihenfolge der Beteiligung gilt dennoch. Wer mehr geleistet hat, könnte Ihnen also immer noch Ihre Kriegszielforderungen wegschnappen. Das würde jedoch bedeuten, dass er selbst insgesamt weniger wählen kann. Es können daher heftige Spannungen nach Kriegsende entstehen, wenn die Spieler nicht zu einer Einigung kommen, mit der alle zufrieden sind. Der Basistyp der Aktion wirkt sich natürlich auch auf die Kosten aus. Jemanden zu befreien ist billiger, als eine Marionettenregierung unter Ihrer Kontrolle zu installieren. Eine Annexion ist deutlich kostspieliger als das Verschieben von ein paar Grenzen.

Bei der Konferenz wird auch angegeben, wie sie sich letztlich auf die weltweite Spannung auswirken wird. Das könnte für Sie ein Grund sein, bei Ihren Entscheidungen etwas umsichtiger zu sein. Jemanden zu einer Marionette zu machen, könnte das weltweite Niveau gerade noch so niedrig halten, dass die Alliierten nicht einschreiten ... während durch eine Annexion vielleicht die Spannungsgrenze überschritten wird.

Freiwillige und Expeditionstruppen

Freiwillige und Expeditionstruppen sind Möglichkeiten, Soldaten in den Krieg zu schicken oder Verbündeten zu helfen, ohne selbst an dem Krieg beteiligt zu sein.

Freiwillige

Deutschland entsendet Freiwillige in den Spanischen Bürgerkrieg

Indem es Freiwillige entsendet, kann ein Land Einheiten in einen Krieg schicken, an dem es nicht direkt als aktiver Teilnehmer beteiligt ist. Das ist eine hervorragende Methode, um in den Jahren vor dem Ausbruch eines großen Krieges Erfahrung zu sammeln – und um den Ausgang eines Krieges zu beeinflussen, ohne sich diplomatisch daran zu beteiligen. Freiwillige können auch verwendet werden, um eine Divisionsvorlage unter Kampfbedingungen zu testen. Diese Einheiten werden von dem Land kontrolliert, das sie entsendet, nicht von dem, das sie erhält. Das Entsenden von Freiwilligen erhöht die weltweite Spannung.

Sie können nur Freiwillige entsenden, wenn Sie sich nicht im Krieg befinden. Außerdem wird die Fähigkeit, Freiwillige zu entsenden, durch die Ideologie und die weltweite Spannung beschränkt – Faschisten können es jederzeit tun, Demokratien dagegen haben nur recht eingeschränkte Möglichkeiten dazu. Frankreich kann schon früher Freiwillige entsenden.

Um Freiwillige zu entsenden, müssen Sie die Divisionen, die Sie entsenden möchten, zu einer Armeegruppe zusammenfassen, der ein Kommandant zugewiesen werden kann. Sobald diese Armeegruppe eintrifft, wird ein neuer Kriegsschauplatz erstellt und die Freiwilligen-Armeegruppe wird automatisch zu diesem Schauplatz hinzugefügt. Es dauert zwei Wochen, bis Freiwilligentruppen hin oder zurück transportiert werden. Wenn die Nation selbst in einen Krieg eintritt, werden sie automatisch nach Hause geschickt.

Expeditionstruppen

Durch das Entsenden von Expeditionstruppen können Sie einem Verbündeten, der sich im Krieg befindet, Truppen zur Verfügung stellen. Das ist nützlich, wenn der Spieler die Truppen nicht selbst kontrollieren möchte, oder wenn die KI in einem Kriegsschauplatz kämpfen will und der Meinung ist, dass der Spieler das besser hinbekommt als sie selbst. Die Expeditionstruppen können jederzeit ausgehändigt werden, die KI verschifft sie jedoch meistens auch.

Kriegsziel

Italien wählt ein Kriegsziel gegen die Schweiz.

Ein Kriegsziel wird benötigt, um einem Land den Krieg zu erklären. Ein Kriegsziel ist meist die Eroberung einer gewünschten Region.

Die Rechtfertigung eines Kriegsziels kostet politische Macht, erhöht die weltweite Spannung und dauert meist sechs bis zwölf Monate. Wenn ein Land ein Kriegsziel hat, kann es einen Krieg gegen das Zielland anfangen. Länder, die ihre Kriegsziele erfolgreich abschließen, erhalten auf einer Friedenskonferenz einen Vorteil. Es gibt mehrere nationale Schwerpunkte, die Ländern historische Kriegsziele zuweisen. Es sind jedoch auch ahistorische Kriegsziele möglich, beispielsweise die Wiederherstellung seiner historischen Landesgrenzen durch Schweden.

Bedingungen

Abgesehen von den nationalen Schwerpunkten müssen eine oder mehrere Bedingungen erfüllt sein, damit mit der Rechtfertigung eines Kriegsziels überhaupt begonnen werden kann. Diese Bedingungen hängen von der Ideologie (Demokratie, Faschismus, Kommunismus oder Neutralität) ebenso ab wie vom Bündnis (Alliierte, Achsenmächte, Komintern, andere).

Kommunismus-Icon.
Kommunismus

Kommunisten haben quasi keinerlei Einschränkungen, was das Rechtfertigen von Kriegszielen angeht. Sie haben dabei zwei einzigartige Vorteile:

Demokratie-Icon.
Demokratie

Demokratien sind sehr beschränkt darin, wie sie Kriege beginnen können – das soll den Einfluss der öffentlichen Meinung in der damaligen Zeit widerspiegeln. Diese Beschränkungen werden aufgehoben, wenn ein Land faschistisch oder kommunistisch wird.

  • Kann keinen Krieg gegen eine andere Demokratie beginnen.
  • Kann keine Kriegsziele gegen eine Nation rechtfertigen, die nicht zur Erhöhung der weltweiten Spannung beigetragen hat.

Faschismus-Icon.
Faschismus

Wenn ein faschistisches Land bereits an einem Krieg beteiligt ist, kann es einen neuen Krieg erklären, ohne Kriegsziele rechtfertigen zu müssen.

Ideologische Effekte

Alle Ideologien haben einen oder mehrere Effekte auf die Kosten für die Rechtfertigung von Kriegszielen oder die Verhandlungen auf der Friedenskonferenz.

Kommunismus-Icon.
Kommunismus

  • Kann keine Regierung erzwingen.
  • 70 % Kostenreduzierung, wenn andere Länder zur Marionette gemacht werden.

Demokratie-Icon.
Demokratie

Faschismus-Icon.
Faschismus

  • Kann keine Regierung erzwingen.
  • Kann ein Land nicht ohne Krieg besetzen.

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Neutralität

  • Kann keine Regierung erzwingen.
  • Kann keine Freiwilligen entsenden.
  • Kann andere Länder nicht zur Marionette machen.

Politische Machtkosten

Um mit der Rechtfertigung eines Kriegsziels zu beginnen, muss eine bestimmte Menge an politischer Macht ausgegeben werden.

Die Basiskosten betragen xx und können durch die folgenden Modifikatoren verändert werden:

  • -90 % Wenn ein Kriegsziel gegen eine Großmacht, die sich im Krieg befindet, gerechtfertigt wird.

Sobald die Rechtfertigung begonnen hat, müssen außerdem täglich 0,2 politische Macht ausgegeben werden, um die Rechtfertigung des Kriegsziels in der Mindestanzahl an Tagen abzuschließen. Steht weniger politische Macht zur Verfügung, wird die Rechtfertigung des Kriegsziels verzögert.