Seekampf

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Die grundlegende funktionelle Einheit für Marinetruppen in Hearts of Iron IV ist die Flotte. Diese Flotten bestehen zwar aus einzelnen Schiffen unterschiedlicher Klassen, denen man Namen geben und die man anpassen kann. Um diese Schiffe aber in irgendeiner Weise nutzen zu können, muss man sie Flotten zuweisen. Die Flotte führt Marinemissionen aus und kämpft in Seekämpfen. Die einzelnen Schiffe der Flotten können zwar Erfahrung sammeln und versenkt werden, aber sie müssen einer Flotte zugewiesen sein, um irgendetwas im Spiel tun zu können. Wenn Sie neue Schiffe produzieren, werden diese entweder automatisch Ihren bestehenden Flotten zugewiesen, einer neuen Flotte in einem Hafen Ihrer Wahl oder einer von Ihnen gewählten bestehenden Flotte. Anschließend muss das Schiff einer Flotte angehören, bis es versenkt oder gelöscht (ausrangiert) wird.

Der Seekampf ist größtenteils automatisiert. Sie erteilen Ihren Flotten Missionsbefehle und weisen Sie an, diese Befehle in Seezonen auszuführen. Jede Flotte kann maximal drei aneinander angrenzende Seezonen abdecken, die zu einem großen Patrouillengebiet zusammengefasst werden. Ihre Befehle können festlegen, wie empfindlich Ihre Flotten gegenüber Schaden sind. Sie kehren in ihren Heimathafen zurück, um automatisch repariert zu werden, wenn die vorgegebene Schadensgrenze erreicht wird. Alternativ können Sie der Flotte befehlen, dass schwer beschädigte Schiffe sich abspalten und zur Reparatur in den Hafen zurückkehren, während die Hauptflotte ihre Mission fortsetzt. Sie können Ihren Flotten befehlen, den Feind anzugreifen, oder Gefechte zu vermeiden. Und schließlich können Sie Ihren Flotten Admirale zuweisen. Diese Admirale verbessern offensive und defensive Kampffähigkeiten und können darüber hinaus individuelle Eigenschaften besitzen, die spezielle Boni verleihen.

Flotten-Übersicht

Der Bildschirm Flotten-Übersicht.

Sie können die Flotten-Übersicht öffnen, indem Sie den Hotkey P drücken oder auf das Navy Overview.png Marine-Icon in der oberen rechten Bildschirmecke klicken. Dadurch öffnet sich eine Zusammenfassung aller momentan eingesetzten Marinetruppen Ihres Landes. Außerdem sehen Sie alle Boni oder Mali, die aufgrund der Marinedoktrin-Forschung aktuell aktiv sind. Direkt unter diesen Boni wird angezeigt, wie viele Schiffe eines jeden Typs Sie momentan besitzen – durch eine Silhouette inklusive einer Marinekennung des Schiffstyps und einer Zahl.

Darunter sehen Sie eine Liste Ihrer Flotten inklusive Typ, Name und Standort. Auch die Zahl der Schiffe in der jeweiligen Flotte und die aktuelle Mission der Flotte sind zu sehen. Mit einem Linksklick können Sie eine Flotte auswählen. Rechtsklicken Sie auf eine Flotte in dieser Liste, um die Karte über dieser Flotte zu zentrieren.

Marineausrüstung-Liste

In der Übersicht sehen Sie auch zwei kleine Icons, Sunk ships button.png Verlorene Schiffe und Equip overview button.png Ausrüstungsdetails.

Der Button "Verlorene Schiffe" öffnet eine Liste mit Schiffen aus Ihren Flotten, die versenkt wurden.

Über "Ausrüstungsdetails" können Sie Ihre aktiven Schiffe nicht nur nach Kategorie (Träger, Schlachtschiff, U-Boot usw.) und Menge ansehen, sondern auch nach Schiffsklasse und Menge. Auf Basis dieser Informationen können Sie entscheiden, ob eine bestimmte Schiffskategorie aus veralteten Rumpftypen besteht und Schiffe neuerer Klassen gebrauchen könnte. Außerdem können Sie die Gesamtstruktur Ihrer Marine bewerten.

Flotten

Beispiel für eine vor Anker liegende Flotte

Zu Beginn liegen Ihre Flotten meist in einem Ihrer Häfen vor Anker. Die im Zähler angezeigte Zahl ist die Gesamtanzahl an einzelnen Schiffen, die sich momentan in diesem Hafen befinden. Wenn Sie Ihren Mauszeiger über diesen Zähler bewegen, werden weitere Informationen eingeblendet – Flottennamen, die durchschnittliche Stärke und Organisation für alle Schiffe in diesem Hafen und Zahlen zu den Schiffstypen.

Sie können einzelne Flotten auswählen, indem Sie zunächst auf diesen Zähler klicken. Dadurch werden auf der linken Seite des Bildschirms Ihre Flotten angezeigt, wie auf dem Foto zu sehen – hier wurden "Home Fleet", "Northern Patrol" und "2nd Submarine Flotilla" mit einem Klick ausgewählt. Um eine einzelne Flotte auszuwählen, klicken Sie auf "Auswählen". Um mehrere Flotten aus dieser Gruppe auszuwählen, halten Sie ⇧Shift gedrückt und klicken Sie auf "Auswählen" bei den Flotten, die Sie hinzufügen möchten. Ihre Flottenliste wird auf die ausgewählten Flotten reduziert, wenn Sie ⇧Shift loslassen.

Admirale

Wenn Ihre Flotte ausgewählt ist und in einem Hafen liegt, können Sie ihr einen Admiral zuweisen. Klicken Sie dazu auf die leere Silhouette im Bilderrahmen. Wenn Sie freie Admirale besitzen, ist es wichtig, dass Sie diese Ihren Flotten zuweisen. Admirale können den Kampf entscheidend beeinflussen. Wenn Sie keine freien Admirale besitzen, können Sie sie über politische Macht rekrutieren.

Fähigkeit

Admirale besitzen eine Fähigkeitsstufe zwischen 1 und 5. Mit jeder Stufe verleihen sie höhere Boni auf die Marine-Trefferchance und die Flottenkoordination.

1 2 3 4 5
Marine-Trefferchance +10 % +20 % +30 % +40 % +50 %
Flottenkoordination +2 % +7 % +10 % +15 % +20 %

Eigenschaften

Jeder Admiral kann eine Anzahl von Eigenschaften besitzen, dargestellt durch Medaillensymbole.

Eigenschaft Effekt Erforderliche Aktion Erforderliche EP
Old Guard.png Alte Garde −25 % Erfahrungszuwachs Kann nicht erlangt werden.
Sea Wolf.png Seewolf +20 % U-Boot-Angriff Mindestens 80 % sind U-Boote. 700
Blockade Runner.png Blockadebrecher +20 % Chance auf Rückzugsentscheidung
+25 % Flottengeschwindigkeit beim Rückzug
Kann nicht erlangt werden.
Superior Tactician.png Überragender Taktiker +25 % Anzahl der Schiffe im Erstkontakt Gewinnt. 700
Spotter.png Aufklärer +10 % Erkennungschance Erlangt 10 EP beim Erkennen. 700
Fly swatter.png Fliegenfänger +10 % Flugabwehrangriff der Marine Kämpft gegen Lufteinheiten. 700
Ironside.png Ironside +10 % Großkampfschiffpanzerung Kämpft mit Großkampfschiffen gegen Großkampfschiffe. 700
Air Controller.png Überwacher der Lüfte +10 % Effizienz von Einsätzen
+10 % Erfassung von Luftzielen durch Marine (Flugzeugträger)
Hat auf Missionen Flugzeugträger mit Luftgeschwader. 700

Reparaturpriorität

Fleet Repair Priority.jpg
Mit diesen Icons können Sie festlegen, wieviel Schaden Ihre Flotte erleiden kann, bevor sie automatisch versucht, zur Reparatur in den Hafen zurückzukehren. Niedrig bedeutet, dass Ihre Flotte quasi versenkt werden muss, bevor sie in Erwägung zieht, die Mission aufzugeben. Mittel bedeutet, dass Ihre Flotte in den Hafen zurückkehrt, wenn sie mittleren Schaden erlitten hat. Hoch bedeutet, dass Ihre Flotte schon nach leichtem Schaden in den Hafen zurückkehrt – wenn der Lack zerkratzt ist oder Rankenfußkrebse sich an den Rumpf heften. Wenn Ihre Flotte in ihren Heimathafen zurückkehrt, wird sie automatisch repariert. Die Geschwindigkeit, mit der Schiffe repariert werden, hängt von der Größe des Hafens ab, von der Anzahl an beschädigten Schiffen, die gleichzeitig repariert werden, und vom Ausmaß des Schadens. Sobald der Schaden repariert ist, kehrt die Flotte automatisch in ihr Patrouillengebiet zurück und setzt die Mission fort.

Andere Reparaturoptionen

Repair now.png
Sie können auch "Jetzt reparieren!" wählen, um Ihre Flotte sofort zurück in den Hafen zu schicken. Wenn Sie diesen Button anklicken, stoppt Ihre Flotte ihre aktuelle Mission und kehrt in ihren Heimathafen zurück, um repariert zu werden. Nach der Reparatur kehrt die Flotte in ihr Patrouillengebiet zurück und setzt die Mission fort. Wenn Sie Strg gedrückt halten und auf dieses Icon klicken, wird die Flotte sofort zurück in den Hafen geschickt und dort repariert – gibt ihre Mission jedoch auf und bleibt nach erfolgter Reparatur im Hafen.
Never repair.png
"Niemals reparieren" deaktiviert die automatische Reparatur. Die Flotte ignoriert jeden Schaden und setzt ihre Mission fort, bis das letzte Schiff unter den Wellen versinkt.
Automatic split off.png
Die "Automatische Abtrennung" kann entweder ein- oder ausgeschaltet sein. Ist sie eingeschaltet, spalten beschädigte Schiffe sich von der Hauptflotte ab und kehren zur Reparatur in den Hafen zurück. Die Hauptflotte setzt jedoch ihre Mission im Patrouillengebiet fort. Nach der Reparatur kehrt das Schiff zurück und schließt sich wieder der Hauptflotte an. Diese Option ist standardmäßig deaktiviert, weil das Risiko besteht, dass einzelne Schiffe oder kleine Gruppen von Schiffen auf dem Weg zur Reparatur oder zurück ins Patrouillengebiet abgefangen werden.

Angriffsregeln

Dieser Schalter wechselt zwischen Fire at will.png 'Feuer nach eigenem Ermessen!' (die Flotte greift alle feindlichen Einheiten an, denen sie begegnet) und Do not engage.png 'Nicht angreifen' (die Flotte vermeidet Gefechte). Hinweis: Flotten, denen ein Befehl zugewiesen ist, sollten nicht unter der Angriffsregel 'Nicht angreifen' segeln. Sie fliehen sonst, sobald sie einem Feind begegnen. Flotten mit spezifischen Befehlen wie "Konvoiüberfall" versuchen zudem nicht, feindliche Kriegsschiffe auf Patrouille anzugreifen, selbst wenn ihre Angriffsregel 'Feuer nach eigenem Ermessen!' lautet. Stattdessen ziehen sie es vor, auf Konvois zu schießen.

Flottenverwaltung

Manchmal wollen Sie vielleicht die Zusammensetzung Ihrer Flotten anpassen und Schiffe hinzufügen oder entfernen. Dazu gibt es mehrere Möglichkeiten.

Kreuzer werden von 3A Squadra in 6A Squadra verschoben

Schiffe zwischen Flotten verschieben

Select Ships to Transfer Popup.jpg

Um Schiffe zwischen bestehenden Flotten zu verschieben, müssen Sie die Flotten auswählen. Denken Sie daran – wenn sich mehr als eine Flotte im Hafen befindet, können Sie mit ⇧Shift die Liste der ausgewählten Flotten verkleinern. Ziehen Sie dann einfach eine Schiffsklasse mit der Maus von einer Flotte auf eine andere. Klicken Sie auf die Silhouette der Schiffsklasse, die Sie verschieben möchten, und ziehen Sie die Silhouette auf die gewünschte Zielflotte. Lassen Sie die Silhouette dann los. Es erscheint ein neues Popup-Fenster namens "Schiffe zum Verschieben auswählen". Hier können Sie festlegen, ob Sie die gesamte Schiffsklasse in die neue Flotte verschieben möchten oder nur einige Schiffe der Klasse.

Wiederholen Sie diese Schritte für die unterschiedlichen Schiffsklassen, bis die Flotten nach Ihren Wünschen zusammengestellt sind.

Erstellen einer neuen Flotte

Eine andere Möglichkeit, Ihre Flotten zu verwalten, ist der Button Create New Fleet.png "Neue Flotte erstellen", der angezeigt wird, sobald eine Flotte ausgewählt ist. Über diese Funktion können Sie Schiffe aus der ausgewählten Flotte nehmen und sie einer vollkommen neuen Flotte zuweisen. Hinweis: Wenn Sie beim Produzieren von Schiffen im Produktionsbildschirm keinen Hafen und keine Zielflotte angeben, erzeugt das Spiel automatisch eine Flotte und weist alle neu produzierten Schiffe dieser Flotte zu. Über diesen Button können Sie jedoch kleinere, stärker spezialisierte Flotten erstellen als diese automatisch generierten "Reserveflotte" es ist. Wenn Sie auf "Neue Flotte erstellen" klicken, erscheint das Fenster "Schiffe zum Verschieben auswählen", in dem Sie festlegen können, welche Schiffe Sie in die neue Flotte verschieben möchten. Wenn Sie fertig sind, erscheint die neue Flotte mit einem generischen Namen in Ihrer Flottenliste, beispielsweise "Italien Flotte 1".

Zusammenlegen bestehender Flotten

Wählen Sie die Flotten, die Sie zusammenlegen möchten, und klicken Sie auf den Button Merge.png "Flotten zusammenlegen" über ihren gewählten Flotten und rechts neben den Icons zur Auswahl der Flottenmission. Die ausgewählten Flotten werden sofort zu einer einzigen Flotte zusammengelegt.

Kampfwerte ansehen

Informationen, Geschichte und Details der Flotte

Hearts of Iron IV protokolliert Erfahrung, Fähigkeit und Geschichte einzelner Schiffe. Sie können diese Informationen in der Flottenansicht einsehen. Wählen Sie die Flotte, die Sie betrachten möchten. Sie sehen hier jedes einzelne Schiff der Flotte mit einer Reihe von Informationen: Dem Namen des Schiffs, einem grünen Organisation- und einem braunen Stärke-Balken, einer Silhouette für die Schiffsklasse, einem Rang-Icon, das die Erfahrungsstufe anzeigt, und einem vertikalen Fortschrittsbalken, der die Erfahrung bis zum nächsten Rang widerspiegelt. Wenn das Schiff an Gefechten teilgenommen und feindliche Schiffe versenkt hat, erscheint neben dem Schiffsnamen ein zusätzliches Icon History Report.png für die Geschichte des Schiffs. Bewegen Sie den Mauszeiger über dieses Geschichte-Icon, um zu sehen, wie viele Schiffe Sie mit diesem Schiff bisher versenkt haben. Klicken Sie auf das Geschichte-Icon, um das Schiffsdetails-Popup zu öffnen. Es zeigt Einzelheiten zu den von diesem Schiff versenkten Schiffen an.

Seezonen

Marinekartenmodus mit Seezonen und Konvoirouten.

Die Weltmeere sind in große Regionen unterteilt, die als Seezonen bezeichnet werden. Sie können sich diese Seezonen genauer ansehen, indem Sie F2 drücken. Dadurch werden die Namen der Seezonen eingeblendet und ihre dicken schwarzen Grenzen markiert.

Seezonen sind in kleinere Gebiete unterteilt, die den Provinzen an Land entsprechen. Diese kleineren Gebiete werden sichtbar, wenn die Karte hineingezoomt ist. Sie sind durch dünne schwarze Grenzen gekennzeichnet, die größeren Seezonen durch dicke schwarze Grenzen. Während Seezonen definieren, wo eine Flotte Missionen ausführen kann, ermöglichen diese kleineren Gebiete es Ihnen, eine Flotte ohne eine Mission an einen bestimmten Punkt auf der Karte zu bewegen. Wählen Sie dazu eine Flotte aus, wählen Sie "Halten" H und rechtsklicken Sie an einen Punkt auf der Karte, der in Reichweite der Flotte liegt. Es erscheint ein gelber Bewegungspfeil und die Flotte bewegt sich an diesen Punkt der Karte und bleibt dort. Sie führt keine Mission aus. Wenn sie jedoch von einem Feind entdeckt wird und ein Gefecht ausbricht, verhält sie sich entsprechend der aktuellen Angriffsregeln. Eine solche Flotte fängt außerdem jeden Feind ab, der sich durch ihr unmittelbares Gebiet bewegt – nicht jedoch Feinde, die sich durch Gebiete in der Nähe bewegen, selbst wenn sie sich in derselben Seezone befinden.

Wenn dieser Modus ausgewählt ist, sehen Sie auch befreundete Konvoirouten, die durch gestrichelte Linien dargestellt werden. Die Konvoirouten bestehen aus Nachschubkonvois, die Ihr Heimatland verlassen und Territorien und Armeen in Übersee mit Nachschub versorgen, sowie aus Ressourcenkonvois, die Ressourcen aus Überseeterritorien in Ihre Heimat bringen. Handelsrouten generieren auch Nachschubrouten zu den Ländern, mit denen Sie Handel treiben. Diese Routen haben so lange Bestand, wie das Handelsabkommen in Kraft ist. Nachschubkonvois sind voll automatisiert und abstrahiert. Sie müssen sich keinerlei Gedanken um sie machen. Es ist jedoch wichtig zu wissen, durch welche Seezonen Ihre Handelsrouten gehen – denn eine Feindespräsenz in einer dieser Seezonen könnte zur Zerstörung von Konvoischiffen führen. Wenn Ihnen die Konvoischiffe ausgehen, können Handel und Nachschubversorgung nicht mehr effizient abgewickelt werden. Das kann zum Verlust von Produktionsausstoß, zum Verschleiß von Truppen oder zu verlorenen Schlachten führen. Seefahrernationen müssen daher mit Nachschub- und Handelsrouten vertraut sein und sie durch ihre Marine beschützen lassen.

Denken Sie daran, dass Flotten auf einer Mission diese Mission in der gesamten Seezone ausführen – und pro Flotte auch bis zu drei zusammenhängende Seezonen abgedeckt werden können.

Flottenmissionen

Mission zuweisen

Icons für die Missionszuweisung

Um einer Flotte eine Mission zuzuweisen, müssen Sie zunächst die gewünschte Flotte auswählen. Sobald die Flotte erscheint, sehen Sie die Icons (im Bild durch den roten Pfeil markiert), über die Sie dieser Flotte eine Mission zuweisen können. Die Icons sind: Patrouille Patrouille (Z), Suchen und vernichten Suchen und vernichten (X), Konvoiüberfall Konvoiüberfall (C) und Konvoi-Eskorte Konvoi-Eskorte (V). Sie können sie verwenden, um einen Missionstyp für die ausgewählten Flotten zu wählen. Das Anker-Symbol steht für Halten Halten (H). Damit können Sie der Flotte befehlen, ihre Mission anzuhalten. Durch diesen Befehl wird die Flotte nicht zurück in den Hafen geschickt. Sie stoppt lediglich ihre Mission und verbleibt an ihrem aktuellen Standort.

Momentan zugewiesene Missionen

Zugewiesene Mission ansehen

Um zu sehen, welche Mission der ausgewählten Flotte momentan zugewiesen ist, werfen Sie einen Blick auf das Fenster "Aktuelle Mission" (im Bild durch den roten Kreis auf der linken Seite gekennzeichnet). Dieses Icon zeigt die Mission an, die der Flotte momentan zugewiesen ist. Ein Anker in dieser Box bedeutet, dass diese Flotte aktuell keinen Missionsbefehl hat. Flotten ohne Missionsbefehl, die nicht vor Anker liegen, befolgen in dem kleinen Seegebiet, in dem sie sich befinden, dennoch die aktuellen Angriffsregeln.

Patrouillengebiet auswählen

Ausgewählte Patrouillengebiete

Wenn Sie eine Flotte ausgewählt und ihr eine Mission zugewiesen haben, müssen Sie die Flotte einem Patrouillengebiet irgendwo auf der Karte zuweisen. Dazu muss die Flotte ausgewählt sein und Sie müssen mit der RECHTEN Maustaste auf die Seezone klicken, in der sie die Mission ausführen soll. Jeder Flotte kann eine einzige Mission in bis zu drei zusammenhängenden Seezonen zugewiesen werden. Rechtsklicken Sie einfach weiter auf Seezonen, die einander oder die zuerst angeklickte Seezone berühren. Wenn Sie versuchen, mehr als 3 Seezonen oder unzusammenhängende Seezonen auszuwählen, hören Sie einen Warnton. In dem Beispiel rechts sehen Sie, dass die "Home Fleet" den Befehl hat, in diesen drei Seezonen zu patrouillieren: Westansteuerung, Norwegisches Meer und Nordsee – denn diese Seezonen sind auf der Karte grün markiert.

Reguläre Flottenbewegung

Wenn Sie eine Seezone aus Ihrem Patrouillengebiet entfernen möchten, halten Sie ⇧Shift + RECHTSKLICKEN Sie auf die gewünschte Seezone. Mit ^Ctrl + RECHTSKLICK entfernen Sie alle gewählten Patrouillengebiete und zwingen Ihre Flotte, sich ohne zugewiesene Mission an den Punkt zu begeben, den Sie angeklickt haben. Im Bild unten sehen Sie, dass "Home Fleet" sich jetzt bis vor die Küste Norwegens bewegt, aber keine Mission ausführt. Einheiten, die der Karte zugewiesen sind, aber keine Mission besitzen, können dennoch in Gefechten kämpfen, wenn die feindliche Flotte sie entdeckt oder zufällig ihr Gebiet passiert.

Arten von Flottenmissionen

Es gibt im Moment vier verschiedene Flottenmissionen im Spiel, von denen jede ihren eigenen Zweck hat.

Patrouille

Bei dieser Mission breitet sich Ihre Flotte in den zugewiesenen Patrouillengebieten in sehr loser Formation aus. Das erhöht die Chancen, feindliche Schiffe im Patrouillengebiet aufzuspüren, beträchtlich. Doch alles hat seinen Preis. Wenn ein Feind aufgespürt wird und es zu einem Gefecht kommt, stehen anfänglich vermutlich nur sehr wenige befreundete Schiffe für den Kampf zur Verfügung – weil Ihre Flotte so zerstreut ist. Ihre Schiffe erbitten Unterstützung von den anderen Flottenmitgliedern im Patrouillengebiet, doch es dauert einige Zeit, bis die Flotte sich zu einer effektiven Formation zusammengeschlossen hat. Das hindert Sie unter Umständen daran, den Feind effektiv zu bekämpfen. Schlimmstenfalls erleiden Sie sogar Verluste, bevor der Rest Ihrer Flotte eintrifft. Die "Formationsbreite" für diesen Missionstyp beträgt 160 %.

Suchen und vernichten

Bei dieser Mission nimmt Ihre Flotte in den zugewiesenen Patrouillengebieten eine enge Formation ein. Das erschwert zwar das Aufspüren feindlicher Schiffe im Patrouillengebiet, dafür ist Ihre Flotte aber eher in der Lage, den Feind schnell anzugreifen, wenn es zu einem Gefecht kommt. So können Sie eventuell den schwächeren Schiffen des Feindes Schaden zufügen, bevor es ihm gelingt, seine gesamte Flotte zu versammeln. Die "Formationsbreite" für diesen Missionstyp beträgt 50 %.

Konvoiüberfall

Bei dieser Mission sucht Ihre Flotte in den zugewiesenen Patrouillengebieten nach feindlichen Konvois. Ihre Flotte kann zwar von feindlichen Schiffen angegriffen werden, wenn sie entdeckt wird, vermeidet jedoch Gefechte wenn möglich – außer gegen Handelsschiffe. Die "Formationsbreite" für diesen Missionstyp beträgt 120 %.

Konvoi-Eskorte

Bei dieser Mission beschützt Ihre Flotte befreundete Konvois in den zugewiesenen Patrouillengebieten. So können Sie sich auf feindliche U-Boote und Konvoijäger konzentrieren, die es wagen, Ihre Handelsschiffe anzugreifen. Bei diesem Missionstyp können Sie weiter von anderen Flotten angegriffen werden. Ihre Schiffe vermeiden jedoch Gefechte – außer, um befreundete Konvoischiffe zu beschützen. Die "Formationsbreite" für diesen Missionstyp beträgt 67 %.

Halten

Durch diese Option gibt Ihre Flotte ihre aktuelle Mission auf.

Missionen auf der Karte

Symbole in Patrouillengebieten

Patrouillengebiet-Icons

Wenn eine Flotte sich in einem Patrouillengebiet (das aus bis zu 3 aneinander angrenzenden Seezonen bestehen kann) auf einer Mission befindet, verschwindet der Flottenzähler von der Karte. Stattdessen erscheint in den Seezonen, in denen patrouilliert wird, ein Missionssymbol. Diese Missionssymbole sind identisch mit denen, die zur Zuweisung der Mission dienen. So können Sie schnell und einfach erkennen, welcher Missionstyp in dem jeweiligen Patrouillengebiet ausgeführt wird. Die Zahl unter dem Symbol gibt an, wie viele Ihrer Flotten momentan diese Mission in diesem Gebiet ausüben. Im Bild sehen Sie beispielsweise, dass in der Nordsee-Zone zwei Flotten auf Patrouille sind, eine Flotte auf Suchen-und-vernichten-Mission, zwei Flotten auf Konvoiüberfall-Mission und eine Flotte als Konvoi-Eskorte dient.

Flotten über Patrouillengebiet-Icons wählen

Wenn Sie auf eines dieser Icons klicken, erscheint eine Liste der Flotten, die in dieser Seezone diese Mission ausüben, oder ein "Alles auswählen"-Button. Klicken Sie auf "Alles auswählen", um alle Flotten zu wählen, die diese Mission ausführen. Um einzelne Flotten auszuwählen, klicken Sie auf den gewünschten Flottennamen. Es ist nicht möglich, auf diese Weise mehrere Flotten auszuwählen – Sie können nur alle Flotten wählen oder nur eine einzige.

Küstenbombardierung

Bombardierung chinesischer Truppen

Die Küstenbombardierung ist streng genommen keine Mission. Um feindliche Landtruppen in einer Küstenprovinz zu bombardieren, müssen Sie lediglich eine Flotte, in der sich Großkampfschiffe befinden, in die Seezone neben der gewünschten Provinz bewegen. Gefechte in der Küstenprovinz werden automatisch mit dem Bombardierungsmalus belegt, wenn die Flotte sich nah genug an der Provinz befindet. Der maximale Bombardierungsmalus beträgt 25 % und ist proportional zu der Anzahl der geeigneten Schiffe in der Flotte. Die Reichweite der Schiffe spielt keine Rolle. Die Bombardierung bezieht nur Küstenprovinzen mit ein. Schlachtschiffe und Überschwere Schlachtschiffe erhöhen den Bombardierungsmalus am stärksten, gefolgt von Schlachtkreuzern und Kreuzern.

Im Beispiel sehen Sie, dass die japanische Kreuzerflotte aus 7 Schiffen (darunter die Izuomo und die Iwate) sich vor der Küste Chinas in Reichweite befindet, um Kaiserliche Truppen bei Ihrem Angriff auf 32 Juntuán zu unterstützen. Als Bestätigung sehen Sie unter dem Namen des chinesischen Generals das Shore Bombardment.png Bombardierungsmalus-Icon.

Seekampf

Wenn Sie sich im Krieg befinden und eine Flotte auf der Karte eingesetzt haben, die entweder eine Mission in einer oder mehreren Seezonen ausführt, oder sich einfach irgendwo in einer Seezone befindet, kommt es früher oder später zu einem Kontakt mit feindlichen Schiffen ... und es beginnt ein Seekampf. Der Seekampf läuft voll automatisiert ab, um das Mikromanagement zu reduzieren. Sie geben Befehle und Verhalten für Ihre Flotten vor, weisen sie bestimmten Patrouillengebieten auf der Karte zu und sagen ihnen, was sie tun sollen, wenn sie Schaden erleiden. Sie sollten dennoch regelmäßig nach Ihren Seeschlachten sehen, denn sie können Ihnen Hinweise darauf geben, wie der Feind seine Truppen in einer Region verteilt hat ... und wie Sie Ihre eigenen Truppen besser organisieren können.

Feindkontakt

in der Nordsee hat eine Seeschlacht begonnen!

Wenn es zum Feindkontakt kommt, werden Sie akustisch und über Informations-Icons auf dem Bildschirm darüber informiert. Auf der rechten Bildschirmseite sehen Sie einen brennenden Anker mit einem roten Ausrufezeichen. Dieses Icon zeigt an, dass es in der Region zum Feindkontakt gekommen ist und ein Gefecht läuft oder bald beginnen wird. Wenn Sie auf den brennenden Anker klicken, zentriert die Karte sich auf den Schauplatz des Feindkontakts.

Kampfschauplatz und Truppenstärke

Relative Größe der feindlichen Flotten

"Feindkontakt" bedeutet, dass Schiffe von zwei befeindeten Seiten sich gegenseitig entdeckt haben. Es heißt nicht, dass alle Schiffe gerade in einem Gefecht liegen. Je nach den Befehlen, die den beiden Flotten erteilt wurden, können einige Flotten vielleicht in schlechter Position sein und gerade versuchen, Gefechte zu vermeiden, bis Verstärkung eintrifft. Auf der Karte werden die relativen Flottengrößen in absoluten Schiffszahlen angezeigt. Die Zahl links steht für verbündete Kriegsschiffe, die Zahl rechts für feindliche. Im aktuellen Beispiel stehen 8 alliierte Kriegsschiffe 0 feindlichen Kriegsschiffen gegenüber. Klicken Sie auf dieses Informationssymbol, um das Seeschlacht-Fenster zu öffnen.

Seeschlacht gegen deutsche Konvois in der Nordsee

Flottenschlacht

Klicken Sie auf das Icon auf der Karte, das den Feindkontakt und die Flottenstärke anzeigt. Es öffnet sich das Flottenschlacht-Popup. In diesem Bildschirm sehen Sie den automatisch generierten Namen für die Seeschlacht. Das Ozeanbild zeigt an, ob Tag oder Nacht ist, und gibt Ihnen auch eine Vorstellung vom Wetter. Auf der linken Seite sehen Sie verbündete Truppen, auf der rechten feindliche. Auch die ggf. vorhandenen Admirale werden mit ihren Fähigkeiten angezeigt. Etwas weiter unten sehen Sie einen bunten Balken, der die relative Stärke anzeigt. In diesem Fall steht der Balken ganz rechts. Das bedeutet, es ist extrem unwahrscheinlich, dass unsere Kampfgruppe diese Schlacht gegen deutsche Konvoischiffe verliert. Bewegen Sie den Mauszeiger über diesen Balken, um mehr Informationen zu erhalten. Unter anderem sehen Sie eine Schätzung, wie lange die Schlacht noch dauert.

Unter dem Relative-Stärke-Balken sehen Sie eine Karte mit einer gestrichelten vertikalen Linie in der Mitte und einigen Schiffs-Icons. Auf der rechten und linken Seite dieser Karte befindet sich ein Bereich, in dem sich vielleicht Schiffsilhouetten befinden – das ist der "außer Reichweite"-Bereich. Er steht für die Schiffe, die sich in der Seezone befinden und an der Schlacht teilnehmen werden, die momentan aber noch mit voller Kraft unterwegs sind, um sich den bereits auf der Karte befindlichen Schiffen anzuschließen und mit ihnen eine Formation zu bilden. In diesem Fall haben wir also momentan 8 Zerstörer, die 3 deutsche Konvois gesichtet haben. Auf dem Weg sind 1 Flugzeugträger, 5 Schlachtschiffe, 3 Schlachtkreuzer, 1 Kreuzer, 6 leichte Kreuzer und 1 weiterer Zerstörer. Die Deutschen erwarten keine Verstärkung.

Eine Seeschlacht läuft wie folgt ab. Schiffe haben sowohl eine Position relativ zu den feindlichen Schiffen als auch eine Waffenreichweite. Die gepunktete Linie entlang der Mitte steht für einen theoretischen Mittelpunkt zwischen den Flotten. Je näher ein Schiff an dieser gepunkteten Linie ist, desto näher ist es an der theoretischen "Seite" des Feindes. In diesem Beispiel sind die deutschen Konvois also fast so weit auf unserer Seite, wie es nur geht. Das ist eine extrem schlechte Position für ein unbewaffnetes Konvoischiff, das bewaffneten feindlichen Kriegsschiffen gegenübersteht. Wir können also davon ausgehen, dass die Konvois versuchen werden, sich außer Reichweite nach rechts zu retten.

Die 8 Zerstörer währenddessen sind die Schiffe, welche die Konvois entdeckt haben. Sie sind nicht in Feuerreichweite und daher weit von der Mittellinie entfernt. Sie müssen sich den Konvoischiffen mit hoher Geschwindigkeit nähern, um sie anzugreifen, denn Zerstörer haben keine sonderlich gute Waffenreichweite. Die KI-Logik, die diese Schlacht steuert, errechnet nun, wie sie das beste Ergebnis erreicht. Entweder fahren die Zerstörer sofort und direkt auf die Konvois zu, ohne auf andere verbündete Schiffe zu warten. Oder – wenn die KI der Meinung ist, sie könnte in der Unterzahl sein – die Zerstörer warten auf weitere verbündete Schiffe, um eine Formation einzunehmen, bevor sie angreifen.

Angriff!

Ich habe das Spiel nun ein paar Stunden vorgespult, damit wir sehen können, was passiert. In diesem zweiten Bild sehen wir, dass die Zerstörer die Distanz zu den deutschen Konvoischiffen verringert haben. Natürlich versuchen die Konvoischiffe zu fliehen, aber ein 10-Knoten-Handelsschiff kann einem 30-Knoten-Zerstörer nicht entkommen. Völlig unmöglich. Jedenfalls sehen wir, dass die KI korrekt entschieden hat, die Handelsschiffe auch ohne Verstärkung anzugreifen. Wie Sie sehen, hat der Rest der alliierten Flotte sich der Schlachtkarte ein Stück weit genähert. Es ist jedoch zu vermuten, dass diese Schlacht bald schon vorüber ist, noch bevor sie in Reichweite sind. Zumal die Zerstörer bereits begonnen haben, aus ihrer optimalen Position zu feuern – von der gestrichelten Linie in der Mitte der Karte aus.

Beachten Sie, dass sich über jedem Schiff ein Statusbalken befindet. Der massive grüne Balken steht für volle Organisation, der massive braune Balken für volle Stärke. Diese Balken stehen für einen Durchschnitt, wenn sie mehr als ein Schiff abdecken. Im ersten Bild dieser Schlacht sind die Konvoischiffe bei voller Stärke. Im späteren Bild sinkt die Stärke des Konvois, da er Schaden erleidet. In diesem Bild halte ich gerade den Mauszeiger über die 8 befreundeten Zerstörer. Aus technischen Gründen ist der Cursor selbst auf dem Screenshot jedoch nicht zu sehen. Sie sehen jedoch, dass ein zusätzlicher blauer Pfeil erscheint, der von den Zerstörern zu den Konvoischiffen zeigt. Dieser Pfeil steht für die Gruppe, auf die meine Zerstörer momentan feuern, was auch den Schaden verursacht hat. Außerdem ist auf der rechten Seite der Kampfbox ein Tooltipp-Popup erschienen, das interessierten Spielern die tatsächlichen Werte für die Kampfberechnung anzeigt. Diese Information ist in einer so kleinen Schlacht gegen einen harmlosen Gegner nicht sonderlich wichtig. Sie können Sie aber dennoch nutzen, um herauszufinden, wer welchen Schiffen in Ihrer Flotte Schaden zufügt, damit Sie in Zukunft effizientere Flotten zusammenstellen können.

Das erste Handelsschiff sinkt.

Wenn wir das Spiel noch ein paar Stunden vorspulen, sehen wir, dass die alliierten Zerstörer ihr erstes Opfer gefordert haben. Ein namenloses Handelsschiff ruht nun auf dem Grund der Nordsee ... der in diesem Fall die Box am unteren Bildschirmrand ist, die gesunkene Schiffe darstellt. Offensichtlich haben wir keine Verluste erlitten und bleiben in optimaler Position und Waffenreichweite. Auch die zwei verbleibenden Handelsschiffe sind schon schwer beschädigt. Obwohl der Rest unserer Flotte also noch weit, weit entfernt ist, scheint diese Schlacht schon fast vorüber zu sein. Beachten Sie auch, wie sich in diesem neuen Screenshot der Relative-Stärke-Fortschrittsbalken verschoben hat. Es ist jetzt ziemlich offensichtlich, dass wir diese Schlacht gewinnen werden.

Diese Schlacht ist vorüber.

Und tatsächlich, keine zwei Stunden später sind alle Konvoischiffe versenkt. Wir sind wieder auf dem Kartenbildschirm, weil die Seeschlacht-Box verschwunden ist. Zurück bleibt dieses kleine Icon, das uns sagt, dass hier Konvois versenkt wurden. Beachten Sie den kleinen Goldstern über dem Konvoischiff. Er steht für einen alliierten Sieg, es wurden also feindliche Konvois zerstört. Wäre es ein Schädel, würde das einen feindlichen Sieg bedeuten – das heißt alliierte Konvois wurden versenkt.

Die Flotte, die ich der Nordsee zugewiesen habe, führt eine Suchen-und-vernichten-Mission aus. Mein Ziel war es, alle feindlichen Kriegsschiffe abzufangen, die versuchen, in der Nordsee zu operieren. Das Spiel greift jedoch auch alle Gelegenheitsziele an und versenkt auch diese – beispielsweise Konvoischiffe. Sehen wir uns jetzt eine echte Seeschlacht an, gegen Gegner, die sich auch wehren können.

Wenn Sie auf dieses Icon klicken, gelangen Sie zum Schlachtzusammenfassung-Bildschirm, mit dem wir uns im nächsten Abschnitt befassen. Aber erst einmal brechen wir einen Streit vom Zaun.

GER Naval Combat 1.jpg In dieser ersten Phase des Gefechts ist die gesamte alliierte Flotte in Formation eingetroffen. Die deutsche Flotte dagegen wartet noch auf Verstärkung. Viele ihrer Schiffe befinden sich noch außerhalb des Kampfgebiets. Das ist kein gutes Omen, denn die Alliierten haben einen Flugzeugträger in dieser Kampfgruppe, und die Flugzeuge haben bereits begonnen, die deutschen Schlachtschiffe anzugreifen.
GER Naval combat 2.jpg Einige Stunden sind vergangen und Sie sehen, dass die Organisation der Schlachtschiffe (der grüne Balken) nachzulassen beginnt, weil sie aus der Luft angegriffen werden, während der Rest der deutschen Flotte sich nach oben bewegt. Der Fortschritts- bzw. Relative-Stärke-Balken oben zeigt ein suboptimales Ergebnis für die Deutschen.
GER Naval combat 3.jpg Noch mehr Zeit ist vergangen. Die deutschen Kreuzer haben nun angefangen, Schaden durch die Flugzeuge zu erleiden. Die alliierte Flotte bringt ihre Kampfschiffe in optimale Position, während die deutsche Flotte sich weiter zurückhält und auf Verstärkung wartet.
GER Naval combat 4.jpg Die Nacht ist angebrochen. Die alliierten Flugzeuge sind jetzt rot, da trägergestützte Flugzeuge im Zweiten Weltkrieg kaum je nachts geflogen sind. Die deutsche Flotte hält weiter Abstand und kämpft nicht, bevor ihre Verstärkung nicht eingetroffen ist. Die britische Flotte ist jetzt in Position. Ihre Kampfschiffe stehen in erster Reihe. Beachten Sie den schweren Schaden, den deutsche Kampfschiffe alleine durch die trägergestützten Flugzeuge erlitten haben. Achten Sie auch auf die momentane Verteilung der Truppen. Großbritannien hat 14 U-Boote am unteren Rand der Karte positioniert – diese U-Boote sind unentdeckt und im Moment nicht am Kampf beteiligt. Die Deutschen ahnen jedoch etwas und haben 2 Zerstörer an den unteren Kartenrand geschickt, um diese "separate" U-Boot-Bedrohung auszuschalten – wodurch weniger Kampfschiffe als Schutz für die Großkampfschiffe oben zur Verfügung stehen.
GER Naval combat 5.jpg Es ist wieder Morgen und die Luftschlacht beginnt wieder. Dieses Mal aber gelingt es der deutschen Flotte, einige alliierte Flugzeuge mit ihren Flugabwehrgeschützen abzuschießen, während sie darauf wartet, dass der Rest der Flotte nach oben gelangt.
GER Naval combat 6.jpg Endlich! Der Großteil der deutschen Flotte ist jetzt im Kampfgebiet eingetroffen. Die deutsche Flugabwehr auf den Schiffen konnte noch weitere Flugzeuge ausschalten, hat aber auch weiteren Schaden hinnehmen müssen. Die U-Boote sind jedoch noch weit entfernt und dem Fortschrittsbalken nach zu urteilen stehen die Chancen für Deutschland immer noch sehr schlecht. Die KI wird also vermutlich auf diese zusätzlichen U-Boote warten. Schließlich ist es fast schon wieder Nacht und die alliierten Marineflugzeuge fliegen nachts nicht!
GER Naval combat 7.jpg Die U-Boote sind fast hier. Wie Sie sehen, ist die deutsche U-Jagd-Gruppe am unteren Bildschirmrand angewachsen und enthält nun 6 Zerstörer, 4 leichte Kreuzer und 1 Kreuzer. Diese Schiffe wurden von der Hauptflotte abgespalten und können für die größeren Schlachtschiffe nicht mehr effektiv als Schutz dienen. Beachten Sie auch die Tooltipp-Box. Sie sagt uns, dass die Deutschen 4 Jäger abgeschossen haben. Außerdem erfahren wir, dass die Jäger den deutschen Kriegsschiffen einigen Schaden zugefügt haben. Halten Sie den Mauszeiger über die unterschiedlichen Schiffe oder Flugzeuge auf der Karte, um zusätzliche Informationen über den Schaden zu erhalten, den diese Elemente verursacht oder erlitten haben. Wie das in der Nordsee häufig der Fall ist, ist das Wetter plötzlich schlecht geworden, was sich negativ auf Luft- und Seeoperationen auswirkt.
GER Naval combat 8.jpg Indem ich den Mauszeiger über die deutschen Schlachtschiffe bewege, sehe ich den Schaden, den sie erlitten haben, die Anzahl der verursachten kritischen Treffer und die Flugzeuge, die von diesen Schiffen abgeschossen wurden. Wir warten immer noch auf die U-Boote. Laut dem letzten Funkspruch des Geschwaderkommandos werden sie in 6 Stunden hier sein.
GER Naval combat 9.jpg Das Kommando hat signalisiert, dass die U-Boote in Stellung sind und die deutschen Schiffe ihren Angriff beginnen sollen. Die deutschen Schiffe rasen zur Mitte der Karte, die ihre optimale Position darstellt. Die Schlachtschiffe beginnen, mit ihren riesigen Geschützen zu feuern, um den kleineren Kampfschiffen Deckung zu geben, während diese sich nähern, um zusätzlichen Schaden anzurichten. Das Wetter bleibt schlecht, so dass die Marineflugzeuge der Alliierten nicht starten können. Die deutsche Marine geht jedoch schwer unterlegen und bereits extrem beschädigt in die Schlacht. Wir gehen vorwärts!
GER Naval combat 10.jpg Weitere 4 Stunden sind vergangen. Das Feuer, das die 5 britischen Schlachtschiffe erwidern, ist einfach zu viel. Die deutschen Großkampfschiffe sind gezwungen, sich zurückzuziehen, wenn sie nicht ausgelöscht werden wollen. Eine Salve Steilfeuer trifft das Magazin eines deutschen leichten Kreuzers und reißt das Schiff in Stücke. Zu allem Überfluss ist das Wetter umgeschlagen und die alliierten Flugzeuge können ihre Angriffe aus den Wolken wieder aufnehmen.
GER Naval combat 11.jpg Drei Stunden später. Ein deutscher Kreuzer wurde versenkt, ebenso wie 3 Zerstörer. Sie befanden sich zu nah an den alliierten Schlachtschiffen, als diese das Ziel wechselten, nachdem die deutschen Großkampfschiffe sich in Sicherheit bringen konnten. Währenddessen gelingt es einem einzigen U-Boot, einen Torpedoangriff gegen ein vorbeifahrendes alliiertes Schlachtschiff zu unternehmen. Das U-Boot wird sofort von den alliierten Kampfschiffen geortet und verliert seinen Bonus.
GER Naval combat 12.jpg Weitere 6 Stunden sind vergangen, das Gemetzel ist fast abgeschlossen. 8 U-Boote wurden von effizienten alliierten Zerstörern auf den Meeresgrund geschickt, ohne selbst etwas versenkt zu haben. Die Kampfschiffe, die als Schutz für die deutschen Großkampfschiffe dienten, wurden in Stücke gerissen. Die Liste der versenkten Schiffe steht jetzt bei 7 Zerstörern und 2 leichten Kreuzern. Die alliierten Marineflieger haben zwar Verluste erlitten (die Hälfte ihrer Jäger sowie einige Torpedo- und Sturzkampfbomber), doch es reicht nicht. Und da die deutschen Kreuzer am Boden der Nordsee liegen, haben die verbleibenden lahmgelegten Großkampfschiffe praktisch keine Flugabwehr mehr. Unsere U-Jagd-Gruppe am unteren Rand der Schlachtkarte hat währenddessen alle alliierten U-Boote geortet und hindert sie daran, unsere angeschlagenen Großkampfschiffe anzugreifen. Bisher konnte sie jedoch keines der U-Boote versenken.
GER Naval combat 13.jpg Vier weitere Stunden sind vergangen. Der Sturm tobt weiter im Schlachtgebiet. Zudem bricht die Nacht herein. Die britischen Flugzeuge bleiben auf ihrem Träger. Nur 3 deutsche U-Boote sind noch im Einsatz, die übrigen wurden versenkt. Unsere U-Jagd-Schiffe schaffen es endlich, einige alliierte U-Boot-Kapitäne zu überlisten. Ein paar Salven Unterwasserbomben schicken 2 britische U-Boote auf den Grund. Unser letztes Großkampfschiff versucht verzweifelt, im Schutz der Dunkelheit und des Wetters der alliierten Flotte zu entkommen.
GER Naval combat 14.jpg Nach einer weiteren Nacht des Kämpfens wird unser Schlachtschiff schließlich von den ebenso zahlreichen wie gerissenen Briten versenkt. Der Feind richtet seine Aufmerksamkeit nun auf unsere U-Jagd-Gruppe, die in der Nacht mehr Erfolg hatte und 4 weitere britische U-Boote zerstört hat. Unsere U-Boote bleiben weiter außer Sichtweite. Sind sie überhaupt hier?
GER Naval combat 15.jpg Weitere anderthalb Tage vergehen. Der Kreuzer, der als Schutz für die deutsche U-Jagd-Gruppe diente, ist versenkt. Nur ein einziges alliiertes U-Boot ist noch nicht versenkt. Die Briten entscheiden, dass sie genügend Blut vergossen haben, und beginnen sich zurückzuziehen. Die traurigen Überreste der deutschen Flotte sehen das ebenso. Mit gebrochenem Kampfgeist und ohne Munition setzen Sie Kurs in Richtung Vaterland.
GER Naval combat 16.jpg Oh nein, es war eine List! Diese gerissenen Briten haben ihre Hauptschiffe abgezogen, lassen die Überreste unseres U-Jagd-Geschwaders aber von ihren leichteren Kampfschiffen jagen! Etwas anderes hätte ich von der Royal Navy auch nicht erwartet.
GER Naval combat FINAL.jpg Endlich ist die Schlacht vorbei. Uns bleibt nichts mehr zu tun, als um unsere elektronischen Toten zu trauern. Von unserer glorreichen deutschen Flotte sind nur noch 10 Schiffe übrig. Die einzigen britischen Verluste: 11 U-Boote, 7 Jagdflugzeuge, 3 Torpedobomber und 4 Sturzkampfbomber. Kleingeld verglichen mit den Millionen von Reichsmark, vor allem aber den Tonnen von wertvollem Stahl, Öl und Chrom und den tausend Mannstunden, die vergeudet wurden. Sinnlos vergeudet. Sie wurden zurück nach Berlin beordert.

Wie schon eingangs erwähnt – der Seekampf in Hearts of Iron IV läuft größtenteils automatisiert ab. Die Arbeit müssen Sie vor dem Kampf erledigen, indem Sie Ihre Flotten in geeignete Größen organisieren und Ihnen genügend Kampfschiffe als Schutz zur Verfügung stellen. Sie müssen ein wenig über die Gebiete nachdenken, die Sie kontrollieren möchten, und über die Ziele, die Sie zu erreichen versuchen. Landbasierte Luftfahrt kann beispielsweise ernste Konsequenzen für eine ungeschützte Marine haben, vor allem, wenn der Krieg sich über einen längeren Zeitraum hinzieht und die Technologien sich verbessern. Denken Sie daran, dass es nicht unbedingt das Ziel der Marine ist, feindliche Schiffe zu versenken. Was bringt es einem, tonnenweise Kriegsschiffe versenkt zu haben, wenn man den Krieg verliert? Und diese Variablen ... überlässt Paradox Ihnen.